Welches Sous Vide Gerät passt am besten zu mir? Im Folgenden möchte ich euch die wohl zwei gängigsten Sous Vide Geräte auf dem Markt sowie deren Vor- und Nachteile vorstellen. Dabei gehe ich nicht auf die Vor- und Nachteile der Garmethode ein – diese sind in einem separaten Beitrag näher erläutert. Im Netz gibt es zahlreiche Ideen, wie man ein Sous Vide Gerät* selbst bauen kann. Dies ist jedoch meiner Meinung nach zu vernachlässigen, da die im Handel erhältlichen Garer sehr gute Leistungen zu erschwinglichen Preisen haben. Im Wesentlichen lässt sich die Auswahl auf den klassischen Thermalisierer, den Sous Vide Garer, und das Einhängethermostat, den Sous Vide Stick, beschränken.

Sous Vide Stick* / Einhängethermostat

Mit dem Sous Vide Stick* oder auch Einhängethermostat kann jeder Hobbykoch professionelle Kochergebnisse zaubern. Der Stick kann man mit den Geräteklammen einfach an jeden handelsüblichen Kochtopf oder sonstigen Behälter anbringen. Die Größe und Flexibilität vom Sous Vide Gerät ist ein absoluter Vorteil. Der Thermostat ist handlich und kann in jeder noch so kleinen Küche problemlos verstaut werden. Er passt in fast jede größere Handtasche und wird daher gerne zu Kochabenden bei Freunden mitgenommen. Wichtig ist dabei nur, dass der Topf je nach Personenzahl ein entsprechendes Volumen hat, um genug Wasser zum Garen einzufüllen.

Dabei gibt es kein maximales Fassungsvermögen (dies ist in der Regel durch den Topf beschränkt), das beachtet werden muss, wobei es natürlich auf die Leistung des Einhängethermostats ankommt. Je höher die Wassermenge ist, desto geringer ist die Leistung bzw. um so länger dauert es bis das Wasser seine Temperatur erreicht hat. Bei zu wenig Wasser erklingt bei dem Sous Vide Gerät* ein Alarmsignal. Zudem passt in der Regel der Deckel nicht mehr auf den Kochtopf, sobald der Stick* am diesem angebracht ist. Dadurch entweicht die Wärme aus dem Topf. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich Zubehör, wie Isolationskugeln zu kaufen. Diese verhindern das Verdampfen des Wassers und sparen dadurch auch Energie.

Sobald die Temperatur und Gardauer am Sous Vide Gerät eingegeben ist, wird das Wasser erhitzt. Die eingebaute Umwälzpumpe verteilt die eingegebene Temperatur gleichmäßig im ganzen Kochtopf. Je nach Typ haben die Sticks eine Temperaturgenauigkeit von +-0,01 bis +-0,05°C. Nach dem Garen lässt sich der Sous Vide Stick* durch Abspülen wunderbar einfach unter fließendem Wasser reinigen. Preislich erhält man einen guten Stick ab einen Betrag von 70€ aufwärts.

Wenn man also erste Erfahrungen mit dem Sous Vide Garen sammeln möchte, ist der Kauf einen Sous Vide Sticks* absolut empfehlenswert.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Sous Vide Sticks* im Überblick:

Vorteile:
+ sehr gut und einfach zu handhaben
+ Größe des Sticks – dadurch platzsparend zu lagern
+ keine Beschränkung des Wasservolumens (die Leistung des Sticks muss dabei berücksichtigt werden)
+ leichte Reinigung

Nachteile:
– Umwälzpumpe erzeugt ein leises Geräusch
– Temperaturverlust und dadurch Energiebedarf: der Temperaturverlust kann durch Sous Vide Kugelnreduziert werden.
– Wasserverlust, da dies ohne Deckel verdampfen kann
– Kein Rack um die Beutel stets unter Wasser zu halten

 

Sous Vide Garer* mit Wasserbecken

Die Technik des Sous Vide Garers mit Wasserbecken* ist relativ simpel:

1. der Behälter wird mit Wasser gefüllt;
2. die Gartemperatur sowie die Gardauer im Bedienfeld eingegeben;
3. das Wasser auf Temperatur gebracht.

Durch ein integriertes Zirkulationssystem wird gewährleistet, dass die Temperatur im ganzen Garbecken gleichbleibt und keine Kaltwasserbereiche entstehen. So erhält man bei Niedriggartemperaturen perfekte Ergebnisse. Der konstante Wasserumlauf sichert bei den meisten Geräten eine Temperaturgarantie von 0,1°C zu. Da keine Umwälzpumpe benötigt wird, ist dieses Sous Vide Gerät* geräuschärmer als der Sous Vide Stick. Der Behälter ist im Gegensatz zu einem Stick besser isoliert und hat einen passenden Deckel. Dadurch entweicht weniger Wasserdampf.

Die Garer mit Wasserbecken finden vor allem im Profibereich ihre Anwendung. Im Wesentlichen unterscheidet man ein Sous Vide Gerät im Fassungsvermögen sowie in der Temperaturgenauigkeit von einem „Hobby“-Gerät. Wobei jeder für sich selbst entscheiden muss, wie er den Garer einsetzen und wie häufig er niedriggaren möchte. Auch hier gilt, die Einsteigermodelle ab ca. 100€ eignen sich für gelegentliches Kochen. Wer regelmäßig im Niedriggarbereich unterwegs ist und exakte Ergebnisse haben möchte, kann sich für ein hochpreisiger Sous Vide Geräte* entscheiden.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Sous Vide Garers im Überblick:

Vorteile:
+ Sous Vide Geräte mit Wasserbecken sind all-in-one-Lösungen – kein weiterer Topf notwendig!
+ höhere Temperaturgenauigkeit durch den verschlossenen Deckel, da kein Wasser oder Temperaturverlust
+ Geräte haben in der Regel ein Rack inklusive – die Gar-Beutel bleiben komplett unter Wasser für ein besseres Garergebnis
+ geräuschlos, falls es sich um ein Geräte ohne Umwälzpumpe handelt

Nachteile:
–  Der Garer ist groß und unhandlich, daher ist die Lagerung schwierig.
–  Größe des Beckens ist begrenzt